Das Hecktorpedorohr:

Mein U552 sollte auch ein Hecktorpedorohr bekommen. Die nächste Änderung war also das Rohr dafür im Heck und die entsprechenden Flutschlitze. Die Öffnung habe ich über ein Plastikrohr angedeutet und dafür in die Hecksektion zwischen den beiden Seitenrudern ein Loch gebohrt. Dann habe ich das Rohr an die Konturen des Rumpfes angepasst und eingeklebt, danach alles sauber verspachtelt, fertig.

Die Flutschlitze habe ich von einem 1:72 Revell Modell des Typ VII C kopiert und mit meinem Dremel ausgefräst.

Heck-1 Heck-2
Die Flutschlitze hinter der Welle Das Hecktorpedorohr


Die Schweißnähte und die Nieten am Rumpf:

Ich habe lange überlegt, ob meine U552 Nieten und Schweißnähte bekommen soll oder nicht. Zum einen scheute ich die Arbeit, und zum anderen war ich nicht davon überzeugt, dass man dies am fertigen U-Boot wirklich sieht.
Aber ich wollte wissen, wie es aussieht. Also Augen zu und durch. Am Ende hat es doch viel Spaß gemacht. Jetzt sieht der Rumpf mit Nieten und Schweißnähten einfach besser aus.

Die Nieten sind in langen Reihen auf Bögen aufgebracht, die man durch Reiben auf den Rumpf übertragen muss, jede einzelne Niete und Bahn für Bahn.

Aber nun von Anfang an: als erstes besorgte ich mir ein Revell Modell Typ VII C im Maßstab 1:72. Dieses Modell dient als Vorlage für die Position der Nieten und Schweißnähte. Ich habe die Positionen als Linien mit dem Bleistift maßstabsgerecht auf das Robbe Modell übertragen.

Da die Nieten an der Außenhaut auch die Position der Spante im Rumpf wiedergeben und das Gesamtbild realistisch wirken soll, musste ich bei der Bestimmung der Positionen auch das Deck mit einbeziehen. Denn auch dort kann man ablesen, wo die Spanten verlaufen. Das Gesamtbild soll ja passen. Aber alles hat sich überraschend gut zusammengefügt.

Damit die Nieten gut halten, habe ich vor dem Aufzeichnen den Rumpf angeschliffen und mit Spiritus gereinigt. Als erstes machte ich die Schweißnähte der beiden Satteltanks. Dann habe ich etwa aus der Mitte heraus zum Bug hin alle Linien aufgezeichnet. Nun habe ich die Linien gegen das Deck kontrolliert und korrigiert. Danach habe ich jeweils eine Bahn mit Nieten aus dem Bogen ausgeschnitten und die Schutzfolie abgezogen. Jetzt die Nieten auf die Markierungen ansetzen und andrücken. Mit der Rückseite eines Holzpinsels habe ich dann die Nieten durch Reiben an den Rumpf gedrückt und langsam die Trägerfolie abgezogen. Ich sag mal, so ca. 80% der Nieten blieben am Rumpf. Der Rest hat nicht gehaftet. Die Nieten, die nicht am Rumpf blieben, habe ich mit neuen Nieten vom Rest der Bahn, eine nach der anderen, wieder angesetzt und angedrückt, bis alle Nieten an ihrem Platz waren. Zum Finish wurde nochmal alles mit einem Seidentuch festgerückt.

Auf keinen Fall darf man die Klebefläche der Nieten mit den Fingern berühren und das Gleiche gilt für die Fläche am Rumpf. Ich habe ständig den Rumpf mit Spiritus gereinigt, damit ja kein Fett auf der Oberfläche ist, sonst haften die Nieten nicht.
Diese Aktion hat sich über ca. 2 Wochen hingezogen. Insgesamt waren es in etwa 6 Teilstücke. Pro Abend habe ich je ein Teilstück gemacht. Dann brauchte ich noch mal 3 Abende für die Ausbesserungsarbeiten. Am Schluss waren noch ca. 3-4 Bögen mit Nieten übrig. Ich hatte mir das wirklich schlimmer vorgestellt.

Nieten-1 Nieten-2
Nieten-3 Ich habe erst beim Turm
daran gedacht
Bilder von
dem Anbringen der Nieten

zu machen.

Als weitere Details habe ich aus 0,5 mm ABS Platten Flutöffnungen und Ventile ausgeschnitten und nach Vorlage des Revellmodells auf mein U-Boot geklebt.

Nachdem alles fertig war, habe ich gleich die erste Lackschicht mit Tamiya Acryl Farben aufgebracht, um die Nieten zu schützen.
Dream-Arts hat empfohlen, die Nieten mit feinem Schmirgelpapier anzuschleifen, damit sie eine runde Form bekommen. Das habe ich aus Angst, die Nieten könnten wieder ab gehen, nicht gemacht. Aber der Acryllack umfließt die Nieten recht schön.  Das kommt auch wirklich gut raus, denn eigentlich sind die Nieten vom Maßstab her zu groß.

>>Weiter mit dem Turm

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